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Hier finden Sie News rund um unser Unternehmen. Egal ob wir uns lokal engagieren, in zusätzliche Gebäude oder Technik investieren oder auf Messen und anderen Veranstaltungen unterwegs sind – hier erfahren Sie alles aus erster Hand.

Alles Gute zum 45-Jährigen, Helmut Purgander!

Das Team vom Fleischmarkt gratuliert Helmut Purgander herzlich zum 45-jährigen Dienstjubiläum.

1975 trat Helmut seinen Dienst als Fahrzeugführer im Fleischmarkt Olpe an. Damals noch mit dem Führerschein Klasse 3, seit vielen Jahren aber fährt er schon die „Großen“. Und das alles eher durch Zufall: Als er hörte, dass wir einen Fahrer suchten, meldete er sich ganz spontan – und ist seitdem bekannt und beliebt für seine Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft.

Glückwunsch, Helmut!

Artikel aus der Westfalenpost vom 29. Mai 2020 · Autorin Verena Hallermann

„Gegen die Pauschal-Keule“

Marcel Manten, Geschäftsführer des Fleischmarktes in Olpe, wehrt sich gegen die Auflagen der Bundesregierung. Werkverträge soll es ab Januar nicht mehr geben

Immer wieder gerät die Fleischindustrie in die Kritik. Von prekären Arbeitsbedingungen ist die Rede, von Schlachtungen am Fließband. Nicht zuletzt in der Corona-Krise sammeln sich die Schlagzeilen, als sich etliche Mitarbeiter in Großbetrieben infizieren. Nun reagiert die Bundesregierung – und zwar mit strengen Auflagen. Eingekaufte externe Arbeiter (Werkverträge) soll es ab Januar in der Fleischindustrie nicht mehr geben. Doch ist das gerechtfertigt? „Nein“, sagt Marcel Manten, Geschäftsführer des Fleischmarktes in Olpe. „Wir wehren uns gegen die Pauschal-Keule.“

Alle Tests negativ

Die Zusammenarbeit mit Subunternehmern in der Fleischindustrie ist der Politik ein Dorn im Auge. Die Unternehmen beschäftigen also nicht nur eigene Mitarbeiter, andere haben Werkverträge. Viele von den Mitarbeitern leben in (Sammel-) Unterkünften. So zum Beispiel in Dissen (Landkreis Osnabrück), wo sich die Hälfte der Schlachthof-Mitarbeiter mit dem Virus infizierte. Auch in einem fleischverarbeitenden Unternehmen im Münsterland gab es massenhaft positive Corona-Tests. Daraufhin hatte die Landesregierung NRW angeordnet, dass die Mitarbeiter aller Schlachtbetriebe in Nordrhein-Westfalen auf das Virus getestet werden müssten. So auch im Fleischmarkt Olpe. Ergebnis: Alle 150 Tests fielen negativ aus. Das überrascht Marcel Manten nicht. Schließlich habe man umfangreiche Maßnahmen getroffen, vom Fieber messen am Eingang bis hin zu getrennten Arbeitszeiten.

Der Fleischmarkt Olpe arbeitet mit einem Werkvertrag-Unternehmen zusammen. Nur mit einem. Das ist die S und K Service GmbH mit Sitz in Geldern. Diese Firma arbeitet nahezu exklusiv für den Olper Fleischmarkt und dessen Schwesterunternehmen in Geldern. Am Standort Olpe sind es knapp 50 Prozent eigene Mitarbeiter, 50 Prozent werden eingekauft. Für die Mitarbeiter gibt es Wohnungen. In Olpe und Umgebung sind es neun, wo einige der Mitarbeiter in WGs zusammenleben.

Deutlich über Mindestlohn

Dass diese Zusammenarbeit mit dem Subunternehmen beendet werden soll, dafür fehlt Manten das Verständnis: „Werkverträge gibt es in der kompletten Volkswirtschaft. Warum exklusiv die Fleischwirtschaft rausgezogen werden soll, kann ich nicht nachvollziehen.“

Das Ziel der Bundesregierung ist: Niedrigstlöhne und Missstände bei der Unterbringung der Vertragsarbeiter den Kampf ansagen. Marcel Manten wehrt sich gegen die Verallgemeinerung. In Olpe könnte von „Sammelunterkünften“ nicht die Rede sein. Alle Wohnungen habe die Bezirksregierung Arnsberg überprüft, Probleme habe es keine gegeben. Auch würden die Vertragsarbeiter nicht schlechter verdienen, als die eigenen Mitarbeiter. Die Löhne lägen deutlich über dem Mindestlohn „Es gibt tolle Betriebe in der Fleischindustrie“, betont Manten. „Dass es hier nur Hungerlöhne gibt, dass man sich keine Sorgen um die Mitarbeiter macht, das stimmt einfach nicht.“

Doch was bedeutet es, wenn die Zusammenarbeit mit dem Werkvertrag-Unternehmen beendet werden muss? In jedem Fall einen höheren Arbeitsaufwand, erklärt Manten. Die Verwaltung der Mitarbeiter, zum Beispiel die Organisation von Urlaubsvertretungen oder Arbeitsunfähigkeitszeiten, muss komplett eigenständig organisiert werden. Weiterhin ist es auch nicht immer leicht, geeignete Fachkräfte zu finden: „Gerade in der Schlachtung und in der Zerlegung, das sind körperlich anstrengende Jobs. Deswegen ist es ist ein immer wichtigeres Thema, die Leute zu halten.“

Coronatests auch bei Fleischmarkt Olpe – bisher alle negativ (WP+)

Wie die Regierung die Fleischindustrie kontrollieren will (WP+)

25 Jahre Fleischmarkt Olpe: Wir gratulieren Dirk Weidebach

Seit einem Vierteljahrhundert arbeitet Dirk Weidebach jetzt schon im Fleischmarkt Olpe.

Der gelernte Betriebsschlosser kam auf einen Tipp seines Bruders zu uns, der bereits im Dezember letzten Jahres sein 25-jähriges Jubiläum bei uns beging. Heute feiern und freuen wir uns mit Dirk, den hier alle als zuverlässigen Kollegen als Fahrer im Nahverkehr kennen und schätzen.

Danke, dass du bei uns bist!

Ein DANKE an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Gerade in Krisenzeiten wie jetzt muss man zusammenhalten und sich aufeinander verlassen können. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen auf beeindruckende Art und Weise, wie das geht. Dafür ein herzliches DANKE!

Aktuell steht die ganze Fleischbranche unter Beschuss. Auslöser sind Corona-Ausbrüche in mehreren Schlachtbetrieben. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht im WDR-Radio von einer „Politik der Null-Toleranz“, will „diesen Sumpf austrocknen“. Minister Laumann hat angeordnet, landesweit etwa 20.000 Angestellte auf das Coronavirus zu testen und alle Wohnungen kontrollieren. 

Wir sehen dem gelassen entgegen. Schon vor fünf Jahren hat unser Partner SUK Service GmbH ein tragfähiges Unterbringungskonzept mit hohen Hygiene- und Sozialstandards entwickelt, das uns und auch die Kontrollbehörden jederzeit überzeugt. Und unsere Beschäftigten aus fast ganz Europa setzen es vorbildlich um. Zudem orientieren sich die Wohngemeinschaften an den Teamaufstellungen und den Arbeitsschichten. Die Tagesabläufe der Bewohner eines Haushalts gleichen sich, es kann gemeinsam gekocht und gegessen werden.

Natürlich sind jetzt auch unsere Mitarbeiter auf SARS-CoV-2 getestet worden: es sind alle negativ. 

Auch die Wohnungen unserer Mitarbeiter in Olpe werden kontrolliert. Dem sehen wir gelassen entgegen. Denn die Bewohner achten selbst auf die Einhaltung der Hygieneregeln, sind füreinander da und unterstützen sich, wo es geht.

Wir können gar nicht genug betonen, wie wertvoll dieser Zusammenhalt gerade jetzt ist. Auch mit Abstand rücken wir weiter zusammen. Danke!

Artikel aus RP-Online vom 15. Mai 2020 · Autor Dirk Möwius

Warum der Ponter Schlachthof Corona-frei ist

Bei der Heinrich Manten Qualitätsfleisch vom Niederrhein GmbH & Co. KG hat man frühzeitig zusätzliche Hygienemaßnahmen ergriffen, um das Virus zu stoppen. Bisher erfolgreich, zeigte der Test des Kreisgesundheitsamtes.


Ein Blick in den Ponter Schlachthof. Hygiene ist dort von Grund auf ein wichtiges Thema. An den Arbeitsplatz geht es nur in Kleidung, die das Unternehmen zur Verfügung stellt und die dort gewaschen wird. Man muss durch Hygieneschleusen, die Hände waschen und desinfizieren. Foto: Matthias Sosnierz, Essen


Beata Grabowska: „Ich lebe fünf Jahre hier und fühle mich sehr wohl.“ Foto: Ja/Norbert Prümen (nop)


Maria Imlintz, Stefani Küch, Petra Manten und Tomczak in der Wohnküche der Gemeinschaftswohnung. Foto: Ja/Norbert Prümen (nop)


Die ehemalige Apotheke in Walbeck wurde vor der Vermietung komplett bedarfsgerecht umgebaut. Foto: Ja/Norbert Prümen (nop)

Fiebermessen ist Pflicht. Auch der Besucher darf wie jeder Mitarbeiter erst aufs Gelände, wenn die Temperatur erfasst worden ist. Die Personalien werden aufgenommen, die Hände desinfiziert. Am Tor stehen die wichtigsten Hinweise zum Verhalten in Corona-Zeiten – dreisprachig, auf Deutsch, Polnisch und Rumänisch. Denn ein großer Teil der Mitarbeiter, die in den Hallen des Schlachthofs Manten in Pont arbeiten, kommt aus den osteuropäischen Ländern. Sie übernehmen das Schlachten, Zerlegen, Verpacken. Sie sind Mitarbeiter der S.u.K. Service GmbH Geldern.

Petra Manten ist die Geschäftsleiterin der S. u. K., ihr Mann Heiner Manten führt die Geschäfte der Heinrich Manten Qualitätsfleisch vom Niederrhein GmbH & Co. KG. Eigentümer des vom Großvater in Geldern gegründeten Unternehmens sind neben ihm sein Bruder Peter Franz Manten und dessen Söhne. Es liegen aufregende Tage hinter Familie Manten und dem ganzen Unternehmen. Eigentlich nicht eine Phase, in der man sich viel Zeit für Journalistenfragen nimmt. Doch mit den Äußerungen von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ist für ihn das Fass übergelaufen.

Der Minister hatte am Dienstag eine „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber Missständen in der Fleischindustrie angekündigt. „Egal, wer Schlachthofbetreiber ist. Wir müssen jetzt diesen Sumpf austrocknen“, so Laumann wörtlich. Ohne jegliche Differenzierung zwischen den Betrieben und ihren Formen. Das will Heiner Manten nicht auf sich sitzen lassen, auch im Sinne anderer gut arbeitender Betriebe.

Schon früh erkannte man in Pont, dass Corona eine Bedrohung sein könnte. „Doch so ein Betrieb ist nicht für eine Pandemie gebaut“, sagt Heiner Manten. Im Pausenraum sind oft 180 Personen, wollen etwas essen und ihre Zigarette rauchen. Tische wurden verlagert, der Raucherbereich wurde vergrößert. „Bei der Arbeit am Band muss alles Hand in Hand gehen, da ist es schwierig, auf einzelne Mitarbeiter zu verzichten. Doch unsere Vorarbeiter haben so manchen Spagat gemacht, damit wir die Pausenzeiten entzerren konnten“, berichtet Petra Manten.

Hygiene ist von Grund auf ein wichtiges Thema im Schlachthof. An den Arbeitsplatz geht es nur in Kleidung, die das Unternehmen zur Verfügung stellt und die dort gewaschen wird. Man muss durch Hygieneschleusen, die Hände waschen und desinfizieren. Die Räume werden jeden Tag desinfiziert. Das alles ist Standard auch ohne Corona. Die Qualitätssicherungsabteilung wacht über die Prozesse. Mit Corona gab es einen Einstellungsstopp. Detlef Küch von der S. u. K. Service: „Es gab plötzlich so viele Bewerbungen wie noch nie. Klar, in Italien und anderen Ländern gab es auf einmal keine Arbeit mehr. Es waren unsere rumänischen und polnischen Mitarbeiter, die diese Entwicklung früh mitbekamen und uns darauf aufmerksam machten.“

Maßnahmen, die gefruchtet haben. Die Belegschaft wurde in der vergangenen Woche durch das Kreisgesundheitsamt komplett getestet. Das Land hatte angeordnet, alle Beschäftigten der Schlachthöfe in NRW auf das Coronavirus zu testen, nachdem in einem Westfleisch-Betrieb in Coesfeld eine hohe Zahl von Infektionen entdeckt worden war. In Pont wurden 424 Proben genommen. Alle sind negativ. Manten ist Corona-frei.

Warum sind es fast nur Polen und Rumänen, die im Schlachthof in er Produktion arbeiten? An der Bezahlung kann es nicht liegen, verrät ein Blick in die Unterlagen. Die Beträge liegen deutlich über dem Mindestlohn. „Wer in Deutschland möchte eine Lehre als Metzger machen?“, fragt Petra Manten.

Detlef Küch erinnert an die Geschichte: „Lange gab es bei uns Haus- und Hofschlachtungen, in Geldern zudem drei Schlachthöfe, neben dem von Heinrich Manten noch Geenen am Bahnhof und Biesen in Hartefeld.“ Dazu kamen städtischen Schlachthöfe, etwa in Krefeld, Duisburg und Moers. Die „Kopfschlächter“ waren Freiberufler. „Damals wurde gutes Geld verdient“, sagt Detlef Küch. Doch unter dem Stichwort „Scheinselbstständigkeit“ wurde diese Struktur durch politischen Druck aufgelöst. Viele suchten sich dann andere Jobs. Als gleichzeitig die Produktion industrieller wurde und die Nachfrage stieg, fehlten die ausgebildeten Mitarbeiter. Zugleich wurde die Öffnung nach Osten gefördert. Detlef Küch: „Ich hatte gute Kontakte in die Länder, und so holten wir die neuen Kollegen zunächst aus Polen ins Land.“

Wer bei Manten arbeitet, ist kein Saisonarbeiter. Es geht um eine Dauerbeschäftigung, viele Mitarbeiter der S. u. K. sind schon länger als zehn Jahre dabei. „Hier werden Familien gegründet, die Kinder gehen hier zur Schule. Wir haben auch Kinder der Mitarbeiter als Auszubildende“, sagt Petra Manten. Knapp 200 der 330 Mitarbeiter wohnen in Werkswohnungen. Etwa 30 Prozent der Belegschaft sind übrigens weiblich. Stefanie Küch von S. u. K. Service: „Es gibt bei uns keine Sammelunterkünfte. Wir haben 54 Wohnungen, in denen fünf bis sechs Personen zusammenleben. Der Trend geht zu Einzelzimmern, aber es gibt auch Doppelzimmer. Die Wohnungen sind in Geldern und seinen Ortschaften und in Issum – über die Region verteilt, oft in zentralen Lagen. „Wir wollten verhindern, dass es an einzelnen Stellen zu einer Konzentration und möglichen Brennpunkten kommt“, sagt Petra Manten. Stefanie Küch ergänzt: „Dabei wohnen die meisten nicht anders als ihre deutschen Nachbarn.“

Auch die Unterbringung der Mitarbeiter wurde jetzt geprüft. Beanstandungen gab es keine. Stefanie Küch berichtet schmunzelnd: „Der Mitarbeiter des Kreises sagte uns nach der ersten Besichtigung, wir sollten ihm nicht nur die Vorzeigewohnungen zeigen, sondern auch die schwierigen Fälle. Dabei war gerade das aus unserer Sicht eine der Wohnungen, in der wir noch ein paar Dinge machen müssen.“

„Schauen Sie sich in den Wohnungen um. Suchen Sie sich einfach aus, welche sie sehen wollen“, sagt Heiner Manten. Machen wir. Ortstermin in Walbeck, ganz zentral am Markt. Wir laufen durch zwei schöne Wohnungen, eine mit großer Dachterrasse. Einige der Bewohner schlafen, sie waren auf Nachtschicht. Tomczak und Beata erzählen in der Wohnküche, in der jeder seinen eigenen Kühlschrank hat, dass sie sich super wohl fühlen. „Das ist ein Stück Zuhause“, sagte Beata, die seit fünf Jahren bei Manten arbeitet.

Die Qualität der Wohnungen spielt eine große Rolle, schließlich will man die Mitarbeiter lange halten. Dazu gehört das Wohlfühlen. Wer neu ins Land oder zum Unternehmen kommt, wohnt die ersten Wochen in einem Willkommenshaus wie im Hotel, absolviert seine Schulungen, geht zum Gesundheitsamt, wird dabei unterstützt, in Deutschland heimisch zu werden. Danach geht es in die eigene Wohnung, möglichst mit Kollegen aus dem gleichen Bereich und der gleichen Schicht. „Wir würden gern noch mehr Wohnungen anbieten, doch es ist schwierig, etwas zu bekommen“, sagt Petra Manten. Verstärkt kaufe man deshalb selbst.

Auch bei der Stadt Geldern betont man, dass es nicht um die Mitarbeiter des Schlachthofs geht, wenn man von Problemhäusern in der Stadt spricht. Das sind im Gelderland wie auch in Emmerich im Regelfall niederländische Leiharbeitsfirmen, die ihre Mitarbeiter dort unterbringen und sie dann an die Arbeitsplätze auf der anderen Seite der Grenze fahren.“ Doch schnell, weiß man bei Manten aus Erfahrung, werden die Dinge vermischt und falsch wahrgenommen.

Heinrich Manten gründete 1950 das Unternehmen. Sein Vater war Viehhändler, sein Großvater auch. Der Schlachthof war zunächst an der Gelderstraße, in Nachbarschaft es heutigen Kinos. 1969 gab es den Umzug nach Pont. 1977 stieg Franz Peter Manten ein, zehn Jahre später Heiner Manten. Die Zahlen haben sich rasant geändert. Früher wurden 500 Schweine in der Woche geschlachtet, heute sind es über 20.000“, so Heiner Manten.

Neben der Justizvollzugsanstalt ist Manten der große Arbeitgeber in Pont. Ortsbürgermeister Rolf Pennings kennt Familie und Betrieb gut, lobt das soziale Engagement. Mit dem Produktionsbetrieb so nahe am Dorfkern gebe es schon mal Probleme wegen der Geruchsbelästigung. Aber bei Manten versuchen man immer sofort, die Ursachen zu finden und das Problem zu lösen. Er räumt ein, auch Bedenken gehabt zu haben, als ein Haus mitten im Dorf gegenüber der Kirche für die Mitarbeiter umgebaut wurde. „Aber das war völlig unberechtigt, es funktioniert bestens.“ Eine andere, etwas jüngere Gruppe sei schon mal etwas lauter. Doch auch dort kümmere sich Manten bestens. „Es ist gut, dass wir die Familie Manten hier haben“, erklärt Pennings.

Was bleibt von diesen Tagen? „Wir haben immer Höhen und Tiefen erlebt, auch große Krisen wie BSE überstanden. Aber diese heftigen Attacken durch Minister Laumann haben mich persönlich tief getroffen“, sagt Heiner Manetn, der überlegt, Ministerpräsident Armin Laschet deswegen anzuschreiben. „So etwas kann man sich doch nicht gefallen lassen.“ Manten sei ein Familienbetrieb im besten Sinne. „Das kann man nur mit viel Herzblut machen“, sagt Detlef Küch. Petra Manten ist es wichtig, den Mitbürgern mögliche Sorgen zu nehmen. „Vor uns braucht niemand Angst zu haben“, sagt sie.

Quelle

 

 

Alle Testergebnisse sind negativ

Artikel aus Niederrhein Nachrichten Online vom 15. Mai 2020 · Autorin Andrea Kempkens

Stefanie Küch (l.) und Petra Manten sind erleichtert, dass kein Mitarbeiter positiv auf Covid 19 getestet wurde. NN-Foto: ak

Nach den gehäuften Corona-Infektionen unter Mitarbeitern von Schlachthöfen, hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche landesweite Tests auf das Coronavirus in fleischverarbeitenden Betrieben angeordnet. Im Kreis Kleve wurden die Covid-19-Tests in zwei Schlachtbetrieben durchgeführt, insgesamt 456 Mitarbeiter wurden getestet. Seit heute, 15. Mai, 11.30 Uhr, liegen dem Gesundheitsamt die vollständigen Testergebnisse vor: Alle negativ!

Der überwiegende Teil der im Kreis Kleve getesteten Personen (424) arbeiten im Schlacht- und Zerlegebetrieb Heinrich Manten in Geldern-Pont. „Am vergangenen Freitagabend haben wir erfahren, dass alle unsere Mitarbeiter auf Corona getestet werden sollen. Am Montagmorgen wurden dann die ersten Tests durchgeführt“, sagt Petra Manten, leitende Angestellte des Familienunternehmens. Kein Mitarbeiter habe die Durchführung des Tests verweigert. Parallel dazu überprüfte das Amt für Arbeitsschutz die Unterkünfte der Werksarbeiter auf die Einhaltung der Hygieneverordnungen, ebenso die Betriebsgebäude am Möhlendyck. Das Ergebnis: Es gibt nichts zu beanstanden. Die Unterkünfte sind so ausgestattet, dass Abstände und Hygienestandards eingehalten werden können.

Alle Mitarbeiter leben in Wohnungen und nicht in Sammelunterkünften. „Rund 200 unserer Mitarbeiter wohnen in unseren eigenen 54 Wohnungen, weitere 150 leben mit ihren Familien in Privatwohnungen“, erklärt Stefanie Küch, Personalleitung des Werkvertragsunternehmens S.u.K., Vertragspartner der Firma Manten. Gemeinsam mit Hausverwalterin Maria Imlintz haben Stefanie Küch und ihr Vater Detlef Küch, Bereichsleiter Produktion, am Dienstag und Donnerstag mit den Prüfern des Amtes für Arbeitsschutz alle 54 Wohnungen besucht. „Das Ergebnis war durchweg positiv. Tip-top, um die Prüfer zu zitieren“, freut sich Stefanie Küch.

Auch auf dem Betriebsgelände gab es keinerlei Beanstandungen. Als Unternehmen mit laufender Produktion während der Corona-Pandemie hatte die QS-Abteilung der Firma Manten schon Mitte März verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Neben einem Einstellungsstopp zum 16. März wurden Fieberkontrollen am Einlass eingeführt, zusätzliche Handdesinfektionsspender installiert, zusätzliche Reinigungen und Desinfektionen in häufig genutzten Bereichen beauftragt und den Mitarbeitern das Arbeiten im Homeoffice ermöglicht, soweit der Arbeitsbereich es zulässt. „Zudem haben wir neue Pausenregelungen mit zeitlich versetzten Pausen eingeführt, um die Mindestabstände einzuhalten, und einen Pausenführer installiert, der auf die Einhaltung der Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen achtet“, sagt Detlef Küch. Für mögliche Quarantänefälle wurden spezielle Quarantänewohnungen eingerichtet und die entsprechende Versorgung organisiert. „39 Schlafplätze stehen in diesen Wohnungen zur Verfügung, die bis heute glücklicherweise noch nicht genutzt werden mussten“, sagt Stefanie Küch.

Die Nachricht, dass bislang kein Mitarbeiter positiv getestet wurde, hat für große Erleichterung bei der Firma Manten gesorgt, zumal es auch unter den 150 Mitarbeitern der Schwesterfirma Fleischmarkt Olpe kein positives Testergebnis gab. „Die letzte Woche war sehr hart für uns“, betont Petra Manten. „Man wird von der Öffentlichkeit leider schnell unter Generalverdacht gestellt. Jeder Schlachtbetrieb ist anders und geht anders mit der Situation um.“ Das kann Detlef Küch nur bestätigen. „Wir arbeiten seit Jahren daran, dass wir die Missstände, von denen oftmals berichtet wird, nicht haben. Trotzdem wird man leicht über einen Kamm geschert und regelrecht angefeindet.“ Die Zusammenarbeit mit den Behörden in den vergangenen Tagen sei dagegen sehr angenehm gewesen, betont Petra Manten, und auch die eigenen Mitarbeiter würden alles dafür tun, dass man diese spezielle Situation gut und möglichst unbeschadet übersteht: „Auch wenn wir ein großes Unternehmen sind, herrscht bei uns eine familiäre Atmosphäre. Wir ziehen alle an einem Strang und achten gegenseitig aufeinander“.

Quelle

Michael Brüser: 30 Jahre im Fleischmarkt Olpe

Der gelernte Metzger begann 1990 seine Tätigkeit bei uns noch an der Rampe.

Nach dem Umbau arbeitete er im Lager, seit Juni 2005 als Vorarbeiter seiner Abteilung und Schichtführer Tagschicht. Das gesamte Team kann sich seit Jahren auf seinen Sicherheitsbeauftragten, Brandschutz- und Ersthelfer voll und ganz verlassen.

Auf zum nächsten Jubiläum, lieber Michael!

Führungswechsel beim Fleischmarkt Olpe

Die Geschäftsführung des Fleischmarktes Olpe stellt sich neu auf.

Peter Manten wird sich im Laufe des Frühjahrs aus der Geschäftsführung des Fleischmarktes zurückziehen, den er seit der Übernahme im Jahr 2003 erfolgreich weiterentwickelt hat. 

Marcel Manten wurde an seiner Stelle als neuer Geschäftsführer bestellt und bildet gemeinsam mit Heiner Manten die neue strategische Spitze des Fleischmarktes Olpe.

Für Kunden und Partner ändert sich in der Zusammenarbeit nichts. An der zukünftigen Ausrichtung wird dennoch schon gearbeitet: „Wir wollen den Fleischmarkt weiter modernisieren und in den nächsten Jahren unseren Fokus auf das Rindfleischgeschäft legen“, so Marcel Manten.

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